Ein fairer Vergleich zeigt: Privatspitäler sind nicht teurer als öffentliche Spitäler
Wenn man die Kosten von öffentlichen und privaten Spitälern objektiv vergleicht, sieht man, dass Privatspitäler gar nicht teurer sind.

Sowohl öffentliche wie auch private Spitäler müssen mit den Krankenkassen innerhalb der gesetzlichen Vorgaben Tarife für ihre Leistungen aushandeln - zum Beispiel den Tarif für ein Blinddarmoperation. Es versteht sich von selbst, dass die Krankenkassen nicht bereit sind, privaten Spitälern höhere Tarife für die gleiche Leistung zu bezahlen als öffentlichen Spitälern.
Allerdings übernehmen bei den öffentlichen Spitälern die Kantone in jedem Fall mindestens die Hälfte der effektiven Kosten. Den Krankenkassen bleibt so nur noch ein Anteil von weniger als 50%. Das ist derjenige Teil der Kosten, der auf der Spitalrechnung sichtbar ist und den falschen Anschein erweckt, öffentliche Spitäler würden nur halb so viel kosten wie private.
Das ist aber noch nicht alles. Der Kanton übernimmt zusätzlich die Kosten für neue Gebäude oder neue Geräte der öffentlichen Spitäler. Die Patientinnen und Patienten sehen auf ihren Rechnungen weder den Kantonsbeitrag an die Behandlung noch die Infrastrukturkosten, sondern nur das Ergebnis unter dem Strich. Auch dadurch entsteht der falsche Eindruck, Privatkliniken seien teurer als öffentliche.
Auf der anderen Seite weisen die Privatkliniken sämtliche von den Krankenkassen übernommene Kosten transparent aus. Vom Betrag, den sie mit der Krankenkasse ausgehandelt haben, müssen sie die gesamten Kosten der Behandlung bezahlen. Dazu gehören neben dem Material auch die Löhne der Angestellten, Sozialleistungen und Steuern. Damit aber nicht genug. Brauchen private Spitäler neue Gebäude oder neue medizinische Geräte, müssen sie das ebenfalls selber bezahlen. Dies ist bei Privatspitälern alles in der für die Behandlung gestellten Rechnung inbegriffen.
Ineffizienz und die Kosten unnötig in die Höhe zu treiben, kann sich keine Privatklinik leisten. Eine qualitativ hoch stehende und kostenbewusste medizinische Betreuung ist für Privatkliniken deshalb nicht nur überlebenswichtig, sie dämpft auch das Kostenwachstum im gesamten Schweizer Gesundheitswesen.
Ohne Privatspitäler wäre das Schweizer Gesundheitswesen viel teurer.




